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Neuer Anhänger

22 Dezember 2016
Eric Joos

Beim Packen muss das Rote Kreuz jetzt nicht mehr lange überlegen

Neuer Anhänger bietet genug Platz – Firmen unterstützen die Anschaffung

Ralf Doll von der Firma Langer (rechts) und Michael Köberle von der Firma Vemus (vorne, Zweiter von rechts) übergeben den Anhänger
offiziell an den DRK-Ortsverein. (Foto: 
Sebastian Korinth)

Illmensee / SeK  Weniger Zeit zum Nachdenken, mehr Zeit zum Helfen: Der Ortsverein Illmensee im Deutschen Roten Kreuz (DRK) freut sich über einen neuen Anhänger, in dem alles untergebracht werden kann, was die Rettungskräfte für einen Einsatz brauchen. „In Zukunft haben wir einfach alles mit dabei – und müssen nicht mehr lange überlegen, was wir mitnehmen können und was nicht“, sagte Bereitschaftsleiter Hubert Berenbold gestern bei der offiziellen Übergabe.

Die Rettungskräfte seien im Laufe der Zeit aus ihrem bisherigen Anhänger „herausgewachsen“, erklärte der Ortsvereinsvorsitzende Bernhard Stadler. So sei beispielsweise ein neues Zelt angeschafft worden, dessen Stangen nicht in den Anhänger passten. Doch das war nicht das einzige Problem: Ein Anhänger mit Standardmaßen hätte nicht in die DRK-Garage gepasst.

Deshalb lag es nah, die Illmenseer Firma Vemus mit ins Boot zu holen. Diese stellt seit zehn Jahren Spezialfahrzeuge und -anhänger her. So steht ein in Illmensee gefertigter Currywurstwagen inzwischen in London. Zurzeit arbeitet das Unternehmen unter anderem an drei Messefahrzeugen für den Sanitärtechnik-Konzern Geberit. Für den DRK-Ortsverein fertigte Vemus einen Anhänger mit einer schwenkbaren Deichsel. Dank dieser passt er auch in die Garage, die für einen Standard-Anhänger zu groß wäre. Die Lieferzeit betrug gerade einmal drei Wochen.

 Bei den Kosten kam die Firma Vemus dem DRK entgegen und verlangte einen Sonderpreis von 10000 Euro. Diesen übernimmt zur Hälfte die Illmenseer Firma Langer. „Dadurch, dass das Rote Kreuz hier vor Ort ist, profitieren auch wir davon“, sagte Geschäftsführer Ralf Doll. „Deshalb haben wir das DRK auch gerne unterstützt.“

Quelle: Schwäbische Zeitung Online vom 16.12.16